Di., 31. Jul. 2018

Starker Anstieg der Hautkrebs-Fälle in Nordrhein-Westfalen

KKH: Männer der Generation 60 plus deutschlandweit besonders gefährdet

Paderborn. Schon jetzt zählt dieser Sommer viele Sonnenstunden und Hitzetage und hat damit beste Chancen, in die Liste der Jahrhundertsommer aufgenommen zu werden. Doch so gut die Wärme der Sonne unserem Körper auch tut: Ihre UV-Strahlung zählt zu den Hauptrisikofaktoren für Hautkrebs. Und daran erkranken laut Versichertendaten der KKH Kaufmännische Krankenkasse immer mehr Frauen und Männer.

So ist die Zahl der Nordrhein-Westfalen, die zwischen 2006 und 2016 wegen Hautkrebs in ärztlicher Behandlung waren, stark gestiegen: beim gefährlichen „schwarzen Hautkrebs“ (malignes Melanom) um 87 Prozent, beim weitaus verbreiteteren „weißen Hautkrebs“ (Basalzell- und spinozelluläres Karzinom) sogar um 142 Prozent. Zum Vergleich: Bundesweit nahm die Zahl betroffener Versicherter beim „schwarzen Hautkrebs“ um 108 Prozent zu, beim „weißen Hautkrebs“ um 160 Prozent.

Das Risiko für Hautkrebs steigt mit zunehmendem Alter. Insbesondere die Generation 60 plus erkrankt an einem Hauttumor und hier deutlich mehr Männer als Frauen.

Nach Expertenmeinung sind maßgeblich UV-Schäden der Haut und damit Umwelteinflüsse für das Entstehen von Hautkrebserkrankungen verantwortlich. Die ultravioletten Strahlen der Sonne können das Erbgut von Hautzellen schädigen. Gelingt es den Reparatursystemen in den Zellen nicht, solche Schäden zu beheben, steigt das Risiko für Hautkrebs. „Der Schutz vor übermäßiger UV-Strahlung ist daher für jeden das A und O“, appelliert Christian Klameth vom Serviceteam der KKH Kaufmännische Krankenkasse in Paderborn. Zu den Grundregeln zählt, alle unbedeckten Hautregionen gründlich mit Sonnenschutzmittel mindestens mit Lichtschutzfaktor 30 einzucremen (beim Kauf auf UVA- und UVB-Schutz achten!), die pralle Mittagssonne zu meiden, Schatten zu suchen und schützende Kleidung samt Kopfbedeckung zu tragen.

„Dass immer mehr Erkrankungen entdeckt und behandelt werden, ist auch auf verbesserte Diagnostikmethoden zurückzuführen“, sagt Christian Klameth. Wird Hautkrebs im Frühstadium festgestellt, steigen die Chancen auf Heilung deutlich. Die KKH bezuschusst daher über die gesetzliche Regelleistung ab dem 35. Lebensjahr hinaus auch ein Hautkrebsscreening für 18- bis 34-Jährige im zweijährigen Turnus. Weitere Informationen hierzu unter www.kkh.de/versicherte/a-z/hautkrebsfrueherkennung.

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